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Zur Untersuchung von Gallenblase und Gallenwegen stehen folgende Möglichkeiten zur Verfügung:
Ad 1: Sonographie
Die Sonographie ermöglicht die Beurteilung der Gallenblase, des Gallenblasenbettes und der Weite der intra- und extrahepatischen Gallenwege. Normalerweise findet sich die Gallenblase bei subcostaler Schnittführung in Verlängerung des Interlobärseptums. Die Gallenwege verlaufen mit den Pfortaderästen in der Leber, der Ductus choledochus liegt lateral und ventral der Pfortader ("Sog. Mickey-Mouse-Schnitt").
Ad 2: Intravenöse Cholezyst-Cholangiographie
Die i.v.-Cholezysto-Cholangiographie wird heute zur präoperativen Diagnostik der laparskopischen Cholezystektomien wieder zunehmend eingesetzt. Nach i.v.-Injektion eines lebergängigen, jodhaltigen Röntgenkontrastmittels werden Übersichtsaufnahmen und evtl. Tomographien zur überlagerungsfreien Darstellung von Ductus choledochus und Ductus hepaticus mit den ersten Aufzweigungen sowie von Gallenblase und Ductus cysticus mit seiner Einmündung in den Ductus choledochus dargestellt.
Ad 3: Orale Cholezystographie
Die orale Cholezystographie erlaubt keine Darstellung der Gallenwege, sie wird daher heute nur noch sehr selten eingesetzt.
Ad 4: Computertomographie
Die CT wird eingesetzt zur Beurteilung von Gallenblasentumoren, insbesondere ihrer Ausbreitung in die Umgebung, sowie bei unklaren Sonographiebefunden. Sie erlaubt außerdem die Beurteilung des Kontrastmittelverhaltens der Gallenblasenwand und der Tumoren.
Ad 5: Endoskopisch-Retrograde Cholangio-Prankreaticographie (ERCP)
Die ERCP erlaubt die Direktdarstellung der Gallenwege sowie des Pankreasganges und beinhaltet die Möglichkeit therapeutischer Eingriffe, insbesondere die Steinextraktion. Sie ist jedoch im Gegensatz zu den o.g. Verfahren invasiver.
Ad 6: Percutane Transhepatische Cholangio-Choledochographie (PTCD)
Die Darstellung der Gallenwege durch Direktpunktion der Leber wird heute nur noch sehr selten durchgeführt.
Zusammenfassend ist das primäre Untersuchungsverfahren zur Beurteilung der Gallenblase zunächst die Sonographie. Bei unklaren Befunden und zur Ausdehnungsbestimmung von Gallenblasentumoren wird die Computertomographie eingesetzt. Die i.v.-Cholangiographie dient in erster Linie der Darstellung der Gallenwege, insbesondere vor laparaskopischer Cholezystektomie.
Merke:
Sonographie:
Computertomographie:
Anatomie von Gallenblase und Gallenwegen
